Moritz Freiherr Knigge

Was raten Sie Beschenkten? In einem Satz, Herr Knigge.

Als Knigge, der ich bin, werde ich immer wieder gefragt, wie man dieses tut und jenes lässt. Heute: Sich richtig beschenken lassen.

Mit meiner neuen Serie "In einem Satz, Herr Knigge" antworte ich auf Fragen, die mir immer wieder gestellt werden. In einem Satz und manchmal sogar nur mit einem Wort. Mit dem immer gleichen Ziel: Einen kleinen bescheidenen Beitrag zum wertschätzenden Umgang mit Menschen zu leisten. Hier im Netz und anderswo von Angesicht zu Angesicht.

Sich richtig beschenken lassen

Wie gehe ich mit Geschenken um, die mir nicht gefallen? Das werde ich häufig gefragt. Und ebenso häufig antworte ich darauf: Ich bedanke mich artig bis herzlich und freue mich, dass jemand an mich gedacht hat. Die Freude ist immer meinerseits. Ob Geschenke gefallen oder nicht, ist zweitrangig. Das Geschenk ist ja freiwillig und ebenso freiwillig ist unsere Reaktion auf Geschmacklosigkeit und Geschmackssicherheit. Wer Geschenke mit Erwartungen auflädt, der ist im besten Fall zufrieden und in allen anderen Fällen enttäuscht. Und Enttäuschung ist ein blödes Gefühl. Daher mein Rat an alle Beschenkten: Gut gemeint ist gut gemacht. Und gut gemeint ist immer.

Gestatten, Knigge.

Schon Adolph Freiherr Knigge wusste: ohne Handkuss kommt man gut durchs Leben. Ohne einander nicht. Meine Mission? Miteinander mehr möglich machen.