Im Büro verbringen wir viel Zeit. Mit Menschen, die wir uns nicht ausgesucht haben. Wie der Umgang in Büro und Office dennoch gelingt, verrät Moritz Knigge.

Wer wissen will, wie es um das Teamklima bestellt ist, der schickt seine Mitarbeiter_innen erst dann Rafting, Jumping oder Climbing, nachdem er der Kaffeeküche einen Besuch abgestattet hat. Ein erfahrener Personalentwickler sagte eimal zu mir: "Besser als jeder Fragebogen, als jedes Interview ist der Blick in die Kaffeeküche: „Ich lese gewissermaßen im Kaffeesatz der jeweiligen Abteilung, ob das Zwischenmenschliche funktioniert. Auf in die Kaffeeküche!

1. Was Du nicht willst, was man Dir tu’, das füg auch keinem anderen zu!

Dieser ethische universelle Minimalkonsens – besser bekannt unter „Goldene Regel“ –, findet sich sowohl in der volkstümlichen Ethik des Konfuzius und im indischen Nationalepos „Mahabharata“ als auch im Alten und im Neuen Testament wieder. Aller universellen Gültigkeit zum Trotz: Spätestens in der Kaffeeküche Ihres Unternehmens führt die Goldene Regel zu bemerkenswerten Ergebnissen. (Es sei denn, Sie gehören zu den berühmten, die Regel bestätigenden Ausnahmen.)

2. Verlasse die Küche so wie Du sie vorgefunden hast? Bloß nicht!

Hinter der Überschrift „Bitte verlassen Sie die Küche so, wie Sie sie vorgefunden haben“, verbirgt sich meist ein Bild des Grauens: Horden von gebrauchten Kaffeetassen, Besteck und sonstigem Geschirr, „Ringe“ auf der Arbeitsplatte, Zuckerreste, mit der Heizplatte fest verbundene Kaffeekannen, weil mal wieder ein letzter Rest an Kaffee seit Stunden auf eben jener Heizplatte vor sich hin dunstet, seuchengefährdete Kühlschränke und Mikrowellen, bei denen man nicht weiß, ob wir die eigene Mahlzeit nach der zweiminütigen Erhitzung noch wieder erkennen würden. Wenn wir uns verdeutlichen, dass wir auf den Toiletten beispielsweise in Zügen ähnliche Hinweisschilder auf die Goldene Regel finden, bedarf es wohl keiner weiteren Erläuterungen, dass diese durchaus zu unangenehmen oder gar unappetitlichen Folgen führt.Ich habe nichts gegen Regeln, schon gar nicht gegen goldene. Wir sollten jedoch bedenken, dass Menschen dazu neigen, Verhaltensregeln in ihrem Sinne zu interpretieren. In nicht-privaten Räumen wie etwa der büroeigenen Küche wird der Verweis auf den vorgefundenen Status Quo womöglich als postpubertärer Freifahrtschein betrachtet, sich von persönlichen autoritären erzieherischer Prägungen zu befreien. (Die Küchen der antiautoritären Kinderläden in den frühen Siebzigerjahren dürften jedenfalls keinen Deut chaotischer ausgesehen haben …)

3. Verlasse die Küche so, wie Du sie vorfinden möchtest! Schon besser.

Doch vielleicht helfen ja die Hinweistafeln aus „den guten alten Zeiten“ der Bundesbahn tatsächlich weiter, um dem Bild des Grauens ein wenig mehr Schönheit zu verleihen. In Bezug auf unsere Küche lautete die Maxime: „Bitte verlassen Sie die Küche so, wie Sie selbst vorfinden möchten.“ Der Interpretationsspielraum wird ein Stück weit kleiner, das ist gewiss. Und doch besteht die Gefahr, dass die individuellen Ordnungsprinzipien erheblich voneinander abweichen, dass jeder sich selbst zum Maßstab nimmt: Was Herrn Dornscheidt aus der Buchhaltung als heilloses Durcheinander erscheint, löst bei Frau Kramer aus der Marketingabteilung ob der empfundenen sterilen Spießigkeit bereits Beklemmungen aus. Während bei Frau Christ-Nollemann aus dem Vertrieb die Fremdbenutzung ihres Garfield-Bechers zu Tobsuchtsanfällen führt, ist dem Praktikanten Tobias diese Aufregung völlig suspekt.

4. Konsens beschliessen

Einigen Sie sich mit den anderen Nutzern auf einen konsensfähigen Begriff von Sauberkeit. (Seien Sie um Himmels willen kompromissbereit!)Die Küche wirft ein unübersehbares Schlaglicht auf unsere Fähigkeiten, uns selbst zu organisieren. Wer in beruflichen Dingen auf die eigenen Freiheiten pocht, der sollte auch in der Lage sein, im Umgang mit gemeinsam genutzten Räumen und Dingen ein Mindestmaß an Eigenverantwortung zu demonstrieren.

5. Die Dinge zu Ende bringen

Wer Geschirr und Besteck benutzt, der sollte nicht darauf bauen, dass es ausreichend ist, dieses nach Benutzung auf der Spüle zu platzieren – in der Hoffnung, „fleißige Heinzelmännchen“ würden schon dafür sorgen, dass selbiges in die Spülmaschine geräumt oder, wenn nicht vorhanden, sogar abgespült wird.

6. Ansprechen oder Machen

Die „fleißigen Heinzelmännchen“ sollten nicht darüber mosern, dass immer an alles ihnen hängen bleibt, sondern die Verursacher darauf hinweisen und spätestens nach der zweiten Verfehlung ihren Aufräumdienst quittieren.

7. Pflegen

Spüllappen und Schwämme nehmen nach einer gewissen Zeit, jedoch spätestens nach einem halben Jahr, Gerüche an, die man ein Leben lang nicht mehr vergisst. Leisten Sie sich daher beizeiten neue Lappen, es handelt sich ja beileibe nicht um Luxusgüter, deren Anschaffung den Bestand des Unternehmens gefährden. (Für Handtücher gilt im Übrigen dasselbe!)

8. Privateigentum achten

Auch in Kaffeeküchen gibt es Privateigentum. Ob Sie das Beharren darauf für albern erachten oder nicht: Benutzen Sie Ihre eigene Tasse, und lassen Sie die Hände von Frau Christ-Nollemanns Garfield-Becher!Haben Sie und Ihre Mitarbeiter sich auf diesem „Schlachtfeld“ selbsttätig organisieren können, steht auch dem beliebten Rafting, Jumping oder Climbing nichts mehr im Wege. Wenn nicht, rate ich von derlei Maßnahmen ab. Was bringt es mir, wenn ich weiß, dass der Kollege mich durchs unruhige Gewässer bringt, und das Seil nicht loslässt, an dem ich hänge, wenn derselbe „Clown“ am Montagmorgen schon wieder mit meiner Tasse die Küche verlässt? Kaum ist die Chefin auf ihrem einsamen Weg in die Kantine, liegen die Broschüren der örtlichen Lieferservices auf dem Tisch. Eine „gute Seele“ findet sich immer, die höflich anklopft und freundlich fragt: „Wollt Ihr auch was bestellen? Wir hatten an chinesisch gedacht.“ Für alle, die – aus welchen Gründen auch immer – auf den Gang in die Kantine verzichtet und sich selber nichts mitgebracht haben, nun die Gelegenheit, doch noch an etwas Essbares zu kommen.

1. Rücksicht nehmen

Zu welcher Gruppe Sie auch gehören mögen, Sie werden Anteil an einer „Luftveränderung“ haben, deren Bandbreite von duftend bis stinkend reichen kann. Seien Sie daher vorsichtig, welche Speisen Sie im Beisein von anderen zu sich nehmen! Auch wenn es in Ihrem Unternehmen keine festen Regeln gibt, was wo gegessen werden sollte, gibt es einfache Gradmesser, um die Bewertung der durch Ihr Essen verbreiteten Gerüche von „duftend bis stinkend“ zu erkennen und die notwendigen Schlüsse daraus zu ziehen. Tun Sie das bitte nicht mit dem einfachen Satz ab: „Wem das nicht gefällt, der hat ja einen Mund zum Sprechen.“ So sehr Sie sich selbst die direkte verbale Ansprache wünschen mögen und diese auch pflegen – vielen unserer Mitmenschen fällt genau dies schwer!

2. Zaunpfähle vermeiden

Ein feines Gespür für die subtilen und nonverbalen Kommunikationsstrategien ist geeignet, sich selbst und seinen Mitmenschen den Appetit zu erhalten! Wer sich beispielsweise darüber wundert, dass Frau Grubermann-Kramer den weiten Weg aus der drei Büros entfernten Controllingabteilung auf sich nimmt, um sich danach zu erkundigen, was denn hier so köstlich dufte, dem sollte die Frage in dem Moment verdächtig erscheinen, wenn sich die Erinnerung beim Blick auf das „Thai-Curry“ vor einem wieder einstellt: Jene Frau Grubermann-Kramer war es, die auf der Betriebsfeier erwähnte, dass Koriander, Zitronengras und Fischsoße zu den wenigen Lebensmitteln gehören, deren bloßer Geruch bei ihr schon Übelkeit auslösen. Wer sich im gerade noch gut gefüllten Großraum urplötzlich allein befindet, obwohl kein Meeting ansteht, obwohl er sich am Morgen geduscht und seine Kollegen auch nicht durch eine cholerische Attacke vergrault hat, der könnte mit einem Minimum an Sensibilität den Grund vielleicht in seinem prachtvoll vor sich ausgebreiteten Gyros komplett („Mit Zaziki und Zwiebeln?“ „Ja, gerne!“) entdecken. Wer soeben der höflichen Nachfrage seines naserümpfenden Kollegen zugestimmt hat, das Fenster zu kippen und sich wundert, dass es plötzlich empfindlich kühl wird, weil alle drei Fenster des gemeinsamen Büros offen stehen, der sollte in Zukunft entweder den Gemeinschaftsraum aufsuchen oder in Zukunft auf den „Giant XXL Burger“ verzichten.

3. Mehrheiten organisieren

Als Faustregel gilt: Je weniger Menschen aus Ihrem eignen Büro sich an der gemeinsamen Bestellaktion beteiligt haben oder ihr eigenes Essen von zu Hause mitbringen, desto schärfer sollten Sie Ihre „Geruch-Rücksichts-Antennen“ justieren!Zusammen essen ist weltweit ein Akt des Friedens. Wer eine Mahlzeit teilt, wer miteinander isst, trinkt, redet, streitet und lacht, der begegnet einander. Und Begegnungen sind der Schlüssel für einen erfolgreichen Umgang mit Menschen. Doch gilt das auch für die Unternehmens-Kantine? Die einen sagen so, die anderen so. Ich sage: Prost, Mahlzeit! Zeit für einen Kantinen-Knigge.

1. Du sollst nicht mäkeln

„In einer Kantine bin ich eindeutig fehl am Platz. Massenabfütterung mit massenproduzierten Lebensmitteln ist für mich, was der Schweinebraten für Osama bin Laden. Wahrscheinlich sind in einer Kantine die Stühle aus Plastik, die nackten Tische aus Resopal und die Esser aus Gelsenkirchen. Danke; da muss ich nicht hin. (Gewiss bin ich elitär! Habe nie ein Hehl daraus gemacht.)“ Wer denkt wie der Gourmet Wolfram Siebeck, der sollte die Kantine wirklich meiden wie der Teufel das Weihwasser, sich selbst und seinen Mitmenschen zuliebe! Nichts nervt zur Mittagszeit mehr als Menschen, die sich nach dem Schweinebraten ihrer Mutter sehnen und jeden Tag aufs Neue an jedem, aber wirklich jedem Gericht herummäkeln. Natürlich gibt es schlechte Kantinen und schlechtes Essen, so wie es gute Kantinen und gutes Essen gibt. Wer jedoch tagtäglich denselben Groll hegt, „weil die Nudeln nicht al dente sind“, „die Existenz von Gewürzen sich noch immer nicht bis in die Küche herumgesprochen hat“ oder „der Sauerbraten mit selbigen Gericht nur den Namen gemeinsam hat“, der sollte wirklich seine Konsequenzen ziehen: Es ist ja nicht so, als gäbe es in unserem Land keine Alternativen.

2. Du sollst Dich nicht anbiedern

Natürlich sind auch in der Kantine nicht alle gleich. Und im Gegensatz zu den Empfehlungen gängiger Karriereratgeber sollten Sie sich überlegen, ob es tatsächlich ratsam ist, sich stets um die Nähe der „hohen Damen und Herren“ zu bemühen. Denn erstens verrät ein Blick in die bundesdeutschen Kantinen, dass diese Nähe zwar in der einschlägigen Ratgeberliteratur in bunten Farben gemalt wird, die Realität jedoch ganz anders aussieht. Sollte das Management überhaupt einmal auftauchen, dann sitzt es meist im engeren Kreis zusammen, ohne sichtbare Signale auszusenden, sich unter die einfache Mitarbeiterschar mischen zu wollen. So ganz grundlos erscheint mir ihr Verhalten auch nicht. So berichtete mir eine Abteilungsleiterin, dass sie immer wieder erstaunt sei, „wer gerade an den Tagen, an denen ich mir die Empfehlung von meinem Personal Coach, meinen Mitarbeitern den gemeinsamen Gang zum Mittagessen vorzuschlagen, zu Herzen nehme, keinen Hunger hat, sich selbst etwas zu Essen mitgebracht hat oder es leider gar nicht zum Essen schafft, da noch etwas Dringendes zu erledigen ist …“ So flach die Hierarchien mittlerweile sein mögen, in dieser Hinsicht drängen sich wirklich Parallelen zu Schul- und Studienzeiten auf. Wer früher die Gesellschaft von Lehrern, Professoren oder Strebern mied, der leidet heute lieber Hunger, als sich auch noch während der Mittagspause mit den persönlichen Erfolgsstorys seiner Vorgesetzten oder eigenmächtig verlängerten Teammeetings „herumzuschlagen".

3. Geniesse die Pause ohne Selbstmarketing-Druck

Wieder bei den Kollegen am Tisch angelangt, können Sie sich – befreit vom Selbstmarketingdruck – ganz unbefangen in die bekannten ritualisierten Gespräche einklinken und sich mit Wonne auf Ihr Schnitzel stürzen. Schließlich soll man ja in der Pause ein wenig Abstand gewinnen, um sich frohen Mutes in die zweite Tageshälfte zu stürzen. Und was wäre dafür besser geeignet, als eine ordentliche Mahlzeit und das gemeinsame Schimpfen über die Damen und Herren aus der Vorstandsabteilung, die sich ohnehin für „was Besseres halten."

4. Sitten an den Tisch bringen

Alles, was im guten Restaurant gilt, ist in der Kantine nicht falsch: So lassen sich auch Papierservietten auf den Schoß legen, das Reden mit vollem Mund vermeiden und gemeinsame Mahlzeiten gemeinsam einnehmen. Gerade in Kantinen ist es auffällig, dass das eigene Essenstempo ausreichend Verführungspotenzial darstellt, seine langsameren Tischgenossen allein zurückzulassen. In dringlichen Fällen wie anstehenden Meetings oder erwarteten Anrufen sollte das verfrühte Aufstehen zumindest von einer Entschuldigung begleitet sein: „Entschuldigt bitte, dass ich Euch allein zurücklasse, aber ich erwarte einen dringenden Rückruf von Herrn Schmitz!“Wer aufhört zu rauchen, der tut etwas für seine Gesundheit. Aber niemand ist im Unternehmen so gut informiert wie die Raucher, niemand hat die Möglichkeit täglich an so zahlreichen informellen Meetings teilzunehmen wie Raucher. Viele Unternehmen haben den Wert des Flurfunks erkannt und fördern gezielt Gespräche ihrer Mitarbeiter_innen zwischen Tür und Angel, ohne dass dieses sich das Rauchen angewöhnen müssten.

1. Lästern fördern?

Natürlich sollten wir lieber mit- statt übereinander reden. Doch erstens bleibt es meist beim frommen Wunsch, und zweitens macht das Reden übereinander doch auch ein wenig Spaß. (Der werfe den ersten Stein, der sich noch nicht beim leidenschaftlichen Lästern über die neue Frisur von Frau Schmitz, die unglaubliche Tölpelhaftigkeit von Herrn Kramer oder die notorische Unpünktlichkeit des eigenen Vorgesetzten beschwert hätte …) Außerdem ist es bisweilen wesentlich klüger seinem Ärger oder Spott im Vorfeld Luft zu machen, bevor man diesen ungefiltert an die betreffende Person weitergibt.

2. Flurfunk fördern

Flurfunk fördern! Sie müssen Ihre Mitarbeiter noch nicht mal zum Rauchen zwingen, eine nett eingerichtete Stehecke mit der Möglichkeit zu betrieblichen Kaffeekränzchen bringt die Mitarbeiter ins Gespräch. Untersuchungen zeigen, dass die besprochenen Themen weit über das oben beschriebene Lästerszenario hinausgehen und so manche kreative Idee oder konstruktive Problemlösung – sei es im Beruflichen, sei es im Zwischenmenschlichen zwischen Tür und Angel bei einer heißen Tasse Kaffee entstanden sind.

3. Begegnung fördert Verständnis

Suchen Sie das Gespräch mit Ihren Mitarbeitern oder Kollegen. Starren Sie nicht den ganzen Tag in Ihren PC. Oft lernt man die Menschen, mit denen man zusammenarbeiten muss, viel besser kennen, wenn man sich bisweilen eine Plauderei mit ihnen auf den Fluren gönnt. Da erscheint die Kollegin aus der verhassten Personalabteilung plötzlich weniger kratzbürstig als gedacht, der Kollege aus dem Controlling sammelt gar keine Briefmarken, sondern frönt derselben Fußballleidenschaft wie Sie, und der Leiter der Produktion ist weniger einsilbig, als Sie es für möglich gehalten hätten.

4. Vorsicht vor Legendenbildung

Vorsicht mit Gerüchten! So sehr wir auf Vorurteile angewiesen sind, um unsere Wirklichkeit zu ordnen, so sehr sollten wir darauf achten, dass sie unseren Blick nicht trüben. Hüten Sie sich, die Parolen des Flurfunks allzu schnell für bare Münze zu nehmen, und halten Sie sich selbst zurück, auf jede „unglaubliche Geschichte“ noch einen drauf zu setzen. Irgendwann schlägt das Pendel zurück.

5. Von Adolph Freiherr Knigge

Dass der Flurfunk keine Erfindung der modernen Unternehmung ist, sondern bereits das gesellschaftliche Spielfeld im 18. Jahrhundert prägte, darauf deutet der 18. Aphorismus Adolph Freiherr Knigges hin: „Erzähle nicht Anekdoten, besonders nie solche, die irgend jemand in ein nachteiliges Licht setzen, auf bloßes Hörensagen nach! Sehr oft sind sie gar nicht auf der Wahrheit gegründet oder schon durch so viele Hände gegangen, dass sie wenigstens vergrößert, verstümmelt worden, und dadurch eine wesentlich andre Gestalt bekommen haben. Vielfältig kann man dadurch unschuldigen Leuten ernstlich schaden und noch öfter sich selber großen Verdruss zuziehen!“ Passen Sie daher auf, dass Ihnen Ihre eigenen Späße nicht irgendwann im Halse stecken bleiben. Denken Sie lieber einen Augenblick nach und nehmen noch einen Zug von Ihrer Zigarette. (Ach, Sie hatten ja aufgehört …)

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