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Schlagwort-Archive: Moritz Freiherr Knigge
10 Antworten von Moritz Freiherr Knigge auf die 10 häufigsten an ihn gerichteten Fragen
- “Solange Knigge in Ihrer Anrede vorkommt, fühle ich mich angesprochen.”
- “Solange Sie das Gefühl haben, dass Ihr Gegenüber darüber sich darüber freut.”
- “Konservativ-liberal. Und ohne Dünkel!”
- “Jetzt darf man das wieder. Im Ernst: Gesundheit wünschen ist und war eine nette Geste der Aufmerksamkeit. Egal, was selbst ernannte Arbeitskreise für moderne Umgangsformen sich im stillen Kämmerlein ausgeheckt haben.”
- “Man darf. Sollte sich jedoch der Konsequenz bewusst sein, dass dem Anbietenden erst einmal die Kinnlade herunterklappt.”
- “Die rote Häkelblume habe ich bei meinem Lieblingskleidungsgeschäft in Berlin, dem Chelsea Farmers Club erworben. Sie ist für mich ein nettes Accessoires und sehr gut geeignet mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Kaum jemand, der mir von Angesicht zu Angesicht diese Frage noch nicht gestellt hätte.”
- “Bestimmt. Ich bin aber dankbar für jeden, der mich darauf hinweist, wenn ihm etwas an meinem Verhalten nicht gefällt. Die Selbstaufmerksamkeit hat Grenzen. Hinter diesen Grenzen wird es notwendig, aktiv Rückmeldung auf das eigene Verhalten einzufordern und auszuhalten. Nicht immer leicht, aber immer bereichernd.”
- “Ich bin zwar ein Nachfahre des alten Knigge, aber nicht sein Enkel. Adolph Freiherr hat im 18. Jahrhundert gelebt. Sein berühmtes Buch ‘Über den Umgang mit Menschen’ erschien 1788 nur ein Jahr vor der französischen Revolution, zu der er sich leidenschaftlich bekannte (!). Aus adeliger Sicht war Adolph Freiherr Knigge im Prinzip das schwarze Schaf der Familie. Wie kann man als Adeliger für die französiche Revolution sein…”
- Das sind keine Socken, sondern Srümpfe. Darauf lege ich wert, weil ich kein Freund der Kombination ‘Kurze Socke, weisses behaartes Männerbein und Hosensaum’ bin. Ich mag die Farbe einfach und ausserdem ist das Rot Teil unserer Familienfarben.”
- Ich kenne es ja auch nicht anders. Aber in dem Wissen , dass mein berühmter Vorfahre ein sehr kluges Buch ‘Über den Umgang mit Menschen‘ und nicht ‘Über den Umgang mit Messer & Gabel’ geschrieben hat, geht es mir mit meinem Namen besonders gut.”
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Verschlagwortet mit Adolph Freiherr Knigge, Antworten, Etikette, Fragen, Höflichkeit, Interview, Moritz Freiherr Knigge, TOP 10
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Die 10 häufigsten Fragen, die Moritz Freiherr Knigge gestellt werden
- Wie spricht man Sie eigentlich richtig an?
- Wie lange darf man anderen noch ein frohes neues Jahr wünschen?
- Wie sind Sie erzogen worden?
- Darf man jetzt noch Gesundheit wünschen oder nicht?
- Darf man ein Angebot, sich zu duzen ablehnen?
- Was hat es eigentlich mit dieser roten Häkelblume an Ihrem Sakko auf sich?
- Haben Sie sich auch schon einmal unhöflich benommen?
- Und der alte Knigge? War das Ihr Großvater?
- Sind Ihre roten Socken Ihr Markenzeichen?
- Wie ist es mit dem Namen Knigge zu leben?
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ttt – Moritz Freiherr Knigge im Interview
Das Haus der Geschichte in Bonn hat am 8. Dezember 2011 eine neue Ausstellung eröffnet: “Zeichen-Sprache ohne Worte”. Moritz Freiherr Knigge hatte das Prvileg den Eröffnungsvortrag zu halten. Denn auch der Umgang mit Menschen ist geprägt von einer Sprache ohne Worte: Der Körpersprache. Und so hält auch die Höflichkeit einige Zeichen bereit, die Aufschluss daüber erlauben, wie respektvoll wir mit unseren Mitmenschen umgehen.
So zeigt sich bspw. in der Verbeugung eine grundlegende Haltung des höflichen Menschen: “Um mich selbst vor der Verführung zu schützen, anderer herablassend zu behandeln, tue ich einfach so, als stünde der andere einen Rang über mir.”
Hingegen demonstriert das Aufstehen, wenn andere Menschen den Raum betreten, meine Bereitschaft die menschliche Neigung zur Trägheit zu überwinden, indem ich mich für meinen Gegenüber erhebe.
Ein wandernder Blick im Gespräch mit mehreren Menschen verrät meine Bereitschaft, alle am Gespräch Beteiligten gleichberechtigt mit einzuzbeziehen. Diese Aumerksamkeit, die ich allen gewähre hat im Übrigen einen strategischen Nebeneffekt: Wer sich angeschaut fühlt, der bleibt bei der Sache.
In der Ausstellung selbst erfährt man jedoch nicht nur etwas über die höfliche Zeichensprache, man lernt noch ganz andere Zeichen kennen: Sei es die von Politikern, von Jugendkulturen, Protestbewegungen, die Insignien der Macht oder des Körperkults.
“Zeichen verweisen stets auf etwas anderes und sind daher interspretationsbedürftig.” So heisst es in der Broschüre der Ausstellung. Und wer endlich einmal wissen will, woher eigentlich das Peace-Zeichen kommt, der schaue doch in Bonn vorbei.
Und wem das zu weit ist, der schaue sich den Bericht zur Ausstellung an. Ausgestrahlt in der ARD bei ttt- Titel, Thesen, Temperamente…
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