Schlagwort-Archive: Manieren

10 Zitate zum Wesen der Höflichkeit

  1. Manieren sind das Parfum, das vergessen lässt, dass wir stinken. (Asfa-Wossen Asserate)
  2. Manieren sind dafür da, dass wir einander aushalten. (Rüdiger Safranski)
  3. Höflichkeit überzeugt nicht immer von Güte, Gerechtigkeit, Gefälligkeit, Dankbarkeit; sie gibt aber wenigstens den Schein dieser Dinge und lässt den Menschen nach außen so sein, wie er innerlich sein müsste. (La Bruyére)
  4. Höflichkeit ist die sicherste Form der Verachtung. (Heinrich Böll)
  5. Der höfliche Mensch spürt die Betroffenheit des anderen, noch bevor das Unheil nicht wiedergutzumachen ist. (Alain)
  6. Die Kunst, sich bemerkbar, geltend, geachtet zu machen, ohne beneidet zu werden; sich nach den Temperamenten, Einsichten und Neigungen der Menschen zu richten, ohne falsch zu sein; sich ungezwungen in den Ton jeder Gesellschaft stimmen zu können, ohne weder Eigentümlichkeiten des Charakters zu verlieren, noch sich zu niedriger Schmeichelei herabzulassen. (Adolph Freiherr Knigge)
  7. Wer sich und anderen das Leben erleichtern will, der sei streng gegen sich selbst und gelassen gegenüber anderen. (Moritz Freiherr Knigge)
  8. Höflichkeit und Ehre haben vor anderen Dingen dies voraus, daß sie bei dem, der sie erzeigt, bleiben. (Balthasar Gracián)
  9. Höflichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr. (Volksmund)
  10. Höflichkeit ist Klugheit. Folglich ist Unhöflichkeit Dummheit. (Arthur Schopenhauer)
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10 Dinge, die Asfa-Wossen Asserate als häßlich empfindet

  1. Fremden Leuten ins Gesicht fassen.
  2. Das Fernsehen laufen zu lassen, wenn Besucher den Raum betreten.
  3. Rotweingläser zu voll zu schenken.
  4. Über sein Gewicht sprechen.
  5. Sich wundern.
  6. Medizinische Ratschläge geben.
  7. Fremde Leute beim Abendessen fragen: “Glauben Sie an Gott?”
  8. Mit nacktem Oberkörper am Esstisch sitzen.
  9. Sich im Theater mit dem Rücken zu den Sitzenden durch die Stuhlreihen zwängen.
  10. In der Brusttasche ein Taschentuch aus demselben Stoff wie die Krawatte tragen.
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Dienen als Schule der Lebenskunst

Im Kapitel “Über das Verhältnis von Herr und Diener” hat Adolph Freiherr Knigge in seinem berühmten Buch “Über den Umgang mit Menschen” dem Herrn ins Stambuch geschrieben, er solle sich bewusst darüber sein, dass sich freiwillige Folgsamkeit erworben werden muss.

Und heute? Im 21. Jahrhundert? Wie ist es da um das Dienen und das Bedientwerden bestellt? Ob Dienstleistungwüsten, stumme Diener, Staatsdiener, Unaufdringlichkeit, Aufmerksamkeit, Zuvorkommendheit, Antizipation, Diskretion oder betrunkene Herren und Butler; das Spielfeld des Dienens war und ist breit. So veraltet uns der Begriff des Dienens bisweilen erscheinen mag, so hochaktuell  ist die Kunst des Dienens aber eben auch des sich Bedienen lassen könnens bis heute.

Den Beweis dafür treten die Diskutanten im FIGARO-Café im MDR an. Einer von ihnen ist Moritz Freiherr Knigge.…

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