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Wie wir selbst Wertschätzung verhindern

Ob in unseren Workshops oder bei unseren Vorträgen. Wir machen immer wieder eine interessante Erfahrung, die sich wohl am besten mit dem Satz: “Jeder nickt und keiner fühlt sich angesprochen” veranschaulichen lässt.

Frei nach dem Motto: “Schön, dass Sie sich darum kümmern”, sind es eigentlich immer die anderen, die sich bessern sollen. Wir haben uns oft gefragt, woran es liegen könnte, dass Menschen sich lieber mit dem Veränderungspotenzial ihrer Mitmenschen beschäftigen, als mit ihrem eigenen.

Bei unserer wertschätzenden Spurensuche sind wir auf die folgenden Phänomene gestoßen, die immer wieder ihren Beitrag dazu leisten, dass Wertschätzung unwahrscheinlich wird. Und sagen Sie jetzt nicht: Das ist mir auch schon aufgefallen. Bei anderen ;-)

Die Wertschätzung erschwerende Phänomene

  • Klarer Fall: Wir betrachten Wirklichkeit nicht als Ergebnis unserer subjektiven Beobachtungen, sondern als objektiv feststellbare Wahrheit.
  • Spieglein, Spieglein an der Wand: Wir überschätzen das Ausmaß an Übereinstimmung zwischen unserem Selbst- und Fremdbild.
  • Maulaffen feilhalten: Wir überschätzen unseren eigenen Beitrag zu wünschenswerten Verhaltens- und Kommunikationsidealen, während wir den Beitrag unserer Mitmenschen unterschätzen.
  • Persönlichen Angriff unterstellen: Wir überschätzen systematisch den Anteil an Intention im Kommunikationsverhalten anderer.
  • Gebundene Hände: Wir unterschätzen unsere eigenen Handlungsoptionen.
  • Trägheit: Wir ritualisieren geringschätzendes Kommunikationsverhalten schneller als wertschätzendes.
  • Ausnahme statt Regel: Wir generalisieren negative Erfahrungen bereitwilliger als positive.
  • Geht eh nicht: Wir wissen, dass die Verhaltensalternativen, die wir noch nie ausprobiert haben, garantiert nicht funktionieren.

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Einheit in der Vielfalt – diversity and unity

Von Bazon Brock stammt der Satz: “Das Gegenteil von Stil haben, ist nicht keinen Stil haben, sondern keinen eigenen Stil haben.” Wenn man die Bilder der Rotterdammer Ari Versluis und Ellie Uyttenbroek betrachtet, dann könnte man auf die Idee kommen, dass ein eigener Stil ein Ding der Unmöglichkeit darstellt.

Zu stark scheint unsere Neigung zu sein, uns einerseits abzugrenzen, aber gleichzeitig einer bestimmten Gruppe zugehörig zu fühlen. Auf exactidudes.com kann man die vielfältigen individuellen Stil-Kollektive bestaunen……

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Selbstaufmerksamkeit für Wertschätzende

Es ist ein beobachtbares Phänomen: Was andere zu tun und zu lassen haben, darüber wissen wir bestens Bescheid. Von unseren Mitmenschen (X) Besserung einzufordern, das ist eine unserer leichtesten Übungen:

Der Jürgen redet zu viel und nur von sich, die Beate hört nicht richtig zu, Dr. Müller ist ein Sensibelchen und die Vorgesetzte so eingebildet, dass Sie keinen neben sich gelten lässt. Und so weiter…

Zu wissen, was an uns an anderen auf den Keks geht, ist ein guter Anfang. Immerhin wissen wir nun, welche Verhaltensweisen (a) wir nicht ausstehen können.

Die folgenden Leitsätze können helfen, zukünftig wenigstens uns selbst und denen mit denen wir umgehen den Gefallen zu tun, selbst keine dünnhäutige, eingebildete und unaufmerksame Labertasche zu sein…

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