Der Stromberg in uns

Stefan Schulz von Spiegel-Online hat Ralf Husmann, den Schöpfer von Stromberg interviewt. Eigentlich sollte man das Interview von hinten nach vorne lesen. Das liegt nicht daran, dass der Anfang langweilen würden, sondern daran, dass am Ende das steht, was immer wieder beeindruckt: Stromberg könnte sich selber zuschauen und würde sich nicht erkennen…

Spiegel Online: Glauben Sie, dass Chefs, die wie Stromberg sind, Ihre Serie gucken – und sich in dem Charakter wiedererkennen?

Husmann: Nein. Da wird viel verdrängt. Ich habe mit zahlreichen Chefs über die Serie gesprochen – vom Big Boss bis zum Abteilungsleiter. Aber es hat noch nie jemand gesagt: “Großer Gott, ich bin manchmal auch so. Danke, dass Du mir geöffnet hast.” Stattdessen höre ich oft: “Du, ich kenne da einen, der ist genauso wie Stromberg.”

Husman ist nicht nur ein feiner Beobachter der Wirklichkeit, sondern scheinbar auch mit der nötigen Selbstaufmerksamkeirt gesegnet. Ja, die Mechanismen sind tatsächlich überall die selben. Ob Werbeagentur oder Verteidigungsministerium. Ja, Menschen neigen zur Selbstüberschätzung – insbesondere dann, wenn sie in einem Kommunikationsvakuum leben, wie die meisten Vorgesetzten. Ja, Vorurteile bestimmen unseren Arbeitsalltag in einem hohen Maße und nein, Führung kann man ebensowenig in einem Crashkurs lernen, wie eine neue Sprache.

Sagen uns zumindest unsere Erfahrungen. Und die haben wir nicht in der Capitol-Versicherung gewonnen, in der Bernd Stromberg Bereichsleiter ist.


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Zapfenstreich – die inoffizielle Playlist von Christian Wulff

Christian Wulff und kein Ende. Selbst der Abschluss seiner präsidialen Karriere ist umweht vom Ruch der Unwürdigkeit. Ehrensold und staatsanwaltliche Ermittlungen sind das eine, aber sich ernsthaft für “Over the Rainbow” als eines der Lieder für den Zapfenstreich zu entscheiden, setzt dem ganzen die Krone auf, die der kleine Prinz (Des Ex-Präsidenten Lieblingsbuch) Wulff  nie trug.  “My way” von Gerhard oder “Smoke on the water” von Theo ließen schon tief in das Selbstverständnis der ehemaligen Amtsinhaber blicken, das kitschige Liedlein aus “Wizard of Oz” markiert nun das Ende eines Mannes, der wohl bis heute nicht recht begriffen hat, warum er scheitern musste.

Dabei hätte Christian Wulff die Chance gehabt, sich einen würdigeren Abgang zu verschaffen, wie ein Blick auf die inoffizielle Playlist des Zapfenstreiches zeigt, die uns heute aus vertraulichen Quellen aus dem Schloss Bellevue zugespielt wurde:

  1. I fought the law – The Clash
  2. Die Folter endet nie – Tocotronic
  3. Me myself and i – De la Soul
  4. Wie soll ein Mensch das ertragen – Phillip Poisel
  5. Bück Dich hoch – Deichkind
  6. Rock the Casbah – The Clash
  7. 1000mal belogen – Andrea Berg
  8. Money for nothing – Dire Straits
  9. Dancing with myself  – Billy Idol
  10. With a little help from my friends – The Beatles, Joe Cocker
  11. Macht kaputt, was Euch kaputt macht – Ton, Steine, Scherben
  12. Insane in the brain – Cypress Hill
  13. Spiel, Satz und Sieg – Alexander Marcus
  14. Hanging on the Telephone – Blondie feat. Kai Diekmann
  15. Draußen auf Kaution – Blumfeld
  16. If you want me to stay – Sly and the Family Stone
  17. Wind of change – Scorpions
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Mit Geringschätzung ins Abseits

Wer sich so intensiv -  wie wir es tun – mit menschlicher Kommunikation beschäftigt, der verzettelt sich auch mal im komplexen Dickicht des menschlichen Umgangs. Und tatsächlich ist es nicht immer einfach sein Thema auf den Punkt zu bringen. Die Erfahrung zeigt, dass praktische und unkonventionelle Beispiele die beste Möglichkeit bieten, sein Thema so zu transportieren, dass es verständlich wird. Im Interview mit der COMPUTERWOCHE hat Moritz Knigge ein Beispiel gegeben, aus dem gleich ein eigener kleiner Artikel wurde. Diesesr demonstriert vor allen Dingen eines: Wer sich nicht benehmen kann, der landet im Abseits. TAXI!

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